General

November 18, 2013

Was die US Virgin Islands ausmacht und wie sie entstanden sind

Tags: , , ,

US Virgin IslandsDie US Virgin Islands, was übersetzt so viel bedeutet wie “Die amerikanischen Jungferninseln” sind eine Gruppe von vielerlei Inseln in der Karibik. Sie sind kein Bestandteil der Vereinigten Staaten, sondern gehören zum Außengebiet und liegen östlich von Puerto Rico. Die Hauptinseln der Virgin Islands sind “Saint John”, “Saint Croix”, “Saint Thomas” und “Water Island” wobei letztere der vier Hauptinseln erst 1996 hinzu kam.

Saint John
Saint John zählt zirka 5.000 Einwohner die hauptsächlich in der Hafenstadt “Cruz Bay” leben. Noch heute zählen zu den Hauptsehenswürdigkeiten alte Ruinen von Zuckerrohrplantagen die damals durch afrikanische Sklaven angelegt und betrieben wurden. Erst 1848 wurden nach einem Sklavenaufstand die Sklaven freigelassen und Großteile der Insel vom amerikanischen Milliadär Laurance Rockefeller aufgekauft. Dieser schuf Arbeitsplätze, errichtete dort den sogenannten “Saint John National Park” und zog somit eine Menge Touristen auf die bis dahin unbedeutende Insel Saint John.

Saint Croix
Saint Croix ist die Insel mit der größten Bevölkerungsdichte. Sie zählt 53.000 Einwohner und ist 213 km² groß. Die Einwohner von Saint Croix nennen sich “Crucians”. Doch Saint Croix war nicht von Anfang an der Name der Insel. 1493, als Christoph Kolumbus die Insel das erste Mal betrat gab er ihr den Namen “Santa Cruz”. Es kam zu mehreren Auseinandersetzungen bis die Insel schlussendlich um 1660 an die Französische Westindien-Kompanie verkauft wurde und unter dem Gouverneur Dubois an wirtschaftlicher Bedeutung gewann. Dieser ließ auf 90 Plantagen Zuckerrohr, Indigo und Tabak anlegen. Noch ein paar Jahre später, um 1733, wurde Saint Croix an die dänische Westindien-Kompanie verkauft und die Gewinnung von Zucker gewann mehr und mehr an Bedeutung. Bis bei dem Sklavenaufstand von 1848 die damalige Hauptstadt “Frederiksted” komplett zerstört wurde. 1858 wurde als neue Hauptstadt Christiansted ernannt dessen Gouverneur zu jener Zeit J. F. Schlegel war. 1917 wurde Saint Croix für 25.000.000 $ an die United States of Amerika verkauft und gehört seither zu den Virgin Islands.

Saint Thomas
Saint Thomas mit der Hauptstadt namens “Charlotte Amalie” ist damals die wichtigste der, zum damaligen Zeitpunkt noch drei, Inseln gewesen. 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt blieb die Insel jedoch noch viele Jahrhunderte unkolonisiert. 1666 wurde die Insel dann von den Dänen besiedelt. Den wirtschaftlichen Aufschwung erlangte die Insel in erster Linie durch den Sklavenhandel und den Handel mit Rum. Doch wie auch auf den anderen Inseln zählte man hier auf Zuckerrohrplantagen und so waren es 1688 schon 47 Plantagen auf denen auf Saint Thomas Zuckerrohr angebaut wurde. 1917 wurde die Insel zusammen mit den beiden Inseln Saint John und Saint Croix an die United States of Amerika verkauft. Grund dafür war, dass die USA befürchtete es könnten sich dort U-Boote befinden die Angriffe auf die USA planten.

Allgemeines zur Geografie der Virgin Islands

Die Inseln die sich zu den Virgin Islands zählen sind nur geringflächig eben. Größtenteils ist die Landschaft hügelig und gebirgig. Der sogenannte Crown Mountain ist mit 474 m der höchste Punkt der Amerikanischen Jungferninseln. Das Jahr über herrschen nur geringe Temperaturunterschiede und eine niedrige Luftfeuchtigkeit für die die östlichen Winde sorgen. So herrscht auf den Virgin Islands das Jahr über meist subtropisches Klima. Die Amerikanischen Jungferninseln mussten sich die letzten Jahre mit einigen Tropenstürmen auseinandersetzen, mit Überschwemmungen, aber auch mit Dürreperioden.

Die meisten der über 100.000 Einwohner sprechen die Amtssprache Englisch, jedoch wird auch noch Kreolisch gesprochen. Eine Sprache, die auf der englischen Sprache basiert und nur gering von der eigentlichen Amtssprache abweicht. Die meisten dort lebenden Menschen stammen von den ehemaligen Sklaven ab und sind Afrikaner. Neben den Afrikanern leben dort auch Spanier und Franzosen, somit wird in kleinen Teilen der Inseln neben Englisch auch Spanisch und Französisch gesprochen.

Die Wirtschaft der Virgin Islands

Die meisten Einnahmen werden erzielt durch den Tourismus. Dieser sorgt für mehr als 70 % des Bruttosozialproduktes. Durchschnittlich werden die Inseln im Jahr von 2.000.000 Touristen besucht. Neben dem Tourismus spülen Erdölraffinerien, Elektronik, Textilien und pharmazeutische Produkte Geld in die Kassen. Wenig bis gar keine Bedeutung hat der Anbau von Nahrungsmitteln, denn diese müssen größtenteils importiert werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *